16. Juni 2017

Industrieumsätze von Januar bis April über dem Vorjahresniveau

Die Umsätze der rheinland-pfälzischen Industrie sind im Vorjahresvergleich kräftig gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems erwirtschafteten die Industriebetriebe von Januar bis April 2017 Erlöse in Höhe von 30,9 Milliarden Euro; das waren 7,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (Deutschland: +4,8 %).
Die Umsätze legten sowohl im In- als auch im Auslandsgeschäft deutlich zu (+6,7 bzw. +8,2 %; D: +3,9 bzw. +5,7 %). Mit Exporten wurden 56,9 Prozent der Erlöse erzielt (Deutschland: 50,3 Prozent); die rheinland-pfälzische Exportquote lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (+0,4 Prozentpunkte).

In den rheinland-pfälzischen Industrieunternehmen waren von Januar bis April 2017 im Durchschnitt 253.000 Personen tätig. Die Zahl der Beschäftigen blieb gegenüber dem Vorjahreszeitraum unverändert (D: +1,1 %). Das Arbeitsvolumen belief sich auf 131,9 Millionen Arbeitsstunden und hielt sich damit ebenfalls auf dem Vorjahresniveau (D: +0,2 %).

Umsatzentwicklung in den wichtigsten Wirtschaftszweigen
In acht der zehn umsatzstärksten Industriebranchen lagen die Erlöse in den ersten vier Monaten 2017 über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Die größte prozentuale Umsatzsteigerung verbuchten die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus (+25,3 %); vor allem die Inlandsumsätze erhöhten sich deutlich (+33,9 %). Im Maschinenbau, in der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie in der Chemieindustrie waren die Zuwachsraten ebenfalls zweistellig. Nur die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie die Produzenten von Gummi- und Kunststoffwaren mussten Erlösrückgänge hinnehmen (-2,8 bzw. -0,5 %). Die starken Unterschiede in der Umsatzentwicklung der verschiedenen Industriezweige sind teilweise auf geänderte Branchenzuordnungen größerer Betriebe zurückzuführen, die in einzelnen Teilbereichen der Industrie den Vergleich zum Vorjahreszeitraum beeinflussen.

Beschäftigung
Die geänderte Branchenzuordnung größerer Betriebe wirkt sich auch auf die Beschäftigungsentwicklung aus. Fünf der zehn umsatzstärksten Branchen verzeichneten von Januar bis April 2017 einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen. Deutliche Steigerungen waren in der Papier- und Pappeindustrie sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung zu verzeichnen (+13,5 % bzw. +9,2 %). Bei den Herstellern von Kraftwagen und Kraftwagenteilen lagen die Beschäftigtenzahlen hingegen deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (-9,9 %).

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)