15. September 2017

Industrieumsätze von Januar bis Juli 2017 über dem Vorjahreszeitraum

Die rheinland-pfälzische Industrie erwirtschaftete in den ersten sieben Monaten 2017 höhere Umsätze als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems beliefen sich die Erlöse auf 54,8 Milliarden Euro; das waren 7,6 Prozent mehr als von Januar bis Juli 2016 (Deutschland: plus 5,6 Prozent).
Die Umsätze stiegen sowohl im In- als auch im Ausland deutlich an (plus 6,9 bzw. plus 8,2 Prozent; Deutschland: plus 4,6 bzw. plus 6,6 Prozent). Die rheinland-pfälzischen Industriebetriebe erzielten 56,3 Prozent ihrer Erlöse mit Exporten (Deutschland: 50,2 Prozent). Die Exportquote lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraums (plus 0,3 Prozentpunkte; Deutschland: plus 0,5 Prozentpunkte).

In den rheinland-pfälzischen Industrieunternehmen waren von Januar bis Juli im Durchschnitt 253.800 Personen tätig. Die Beschäftigtenzahl war etwas höher als im Vorjahreszeitraum (+0,4 %; Deutschland: +1,3 %). Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden lag unverändert bei 228 Millionen (Deutschland: +0,8 %).

Umsatzentwicklung in den wichtigsten Wirtschaftszweigen

In acht der zehn umsatzstärksten Industriebranchen waren die Erlöse höher als in den ersten sieben Monaten des Vorjahres. Die größte Umsatzsteigerung verbuchten die Hersteller von Papier, Pappe und Waren daraus (+30,7 %). In der Metallerzeugung und -bearbeitung, in der Chemieindustrie sowie im Maschinenbau gab es ebenfalls zweistellige Zuwachsraten. Nur die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren sowie die Hersteller von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mussten Erlösrückgänge hinnehmen (-0,5 % bzw. 5,1 %). Die starken Unterschiede in der Umsatzentwicklung der verschiedenen Industriezweige sind teilweise auf geänderte Branchenzuordnungen größerer Betriebe zurückzuführen, die in einzelnen Teilbereichen der Industrie den Vergleich zum Vorjahreszeitraum beeinflussen.

Beschäftigung

Die geänderte Branchenzuordnung größerer Betriebe wirkt sich auch auf die Beschäftigungsentwicklung aus. Sechs der zehn umsatzstärksten Branchen verzeichneten einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Deutliche Steigerungen waren in der Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie in der Metallerzeugung und -bearbeitung zu verzeichnen (+14,0 % bzw. +9 %). In der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen gingen die Beschäftigtenzahlen hingegen deutlich zurück (-9,7 %).

(Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz)