Position zum Straßenbau

Straßenbau„Der Zustand der Straßen und Brücken in unserem Land verschlechtert sich, zwar langsam und schleichend – aber kontinuierlich", sagte Dr. Gerhard F. Braun auf einer Pressekonferenz am 9. April 2013. Der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) stellte dort gemeinsam mit dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz und Vertreter der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, Willi Kuhn, sowie dem Präsidenten des Landesverbandes Bauindustrie Rheinland-Pfalz, Karl-Wilhelm Faber, ein Positionspapier der drei Verbände vor. Darin nehmen die Wirtschaftsvertreter eine Bestandsaufnahme vor und zeigen politischen Handlungsbedarf auf.

Braun betonte, dass Bürger und Unternehmen auf eine leistungsfähige Infrastruktur angewiesen seien. „Verkehrswege sind die Lebensadern einer Volkswirtschaft". Sie stellten den Transport von Waren und Dienstleistungen von und für rheinland-pfälzische Unternehmen sicher. Hinzu komme die Bedeutung des Straßennetzes für Pendler. Fast die Hälfte der 1,25 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Rheinland-Pfalz fahren täglich über Kreisgrenzen hinweg von ihrem Wohn- zu ihrem Arbeitsort. 150.000 Arbeitnehmer pendeln zudem täglich von anderen Bundesländern zum Arbeiten ein, umkehrt gehen 275.000 Rheinland-Pfälzer einer Beschäftigung jenseits der Landesgrenzen nach.

In einer Umfrage, die die LVU im Februar 2013 durchgeführt hat, beklagten die Unternehmen insbesondere den schlechten Zustand der Kreis- und Ortsstraßen. 60 Prozent vergaben die Note 5 oder 6. „Noch viel besorgniserregender sind aus meiner Sicht die 77,5 Prozent, die eine deutliche Verschlechterung des Straßenzustandes in den letzten zehn Jahren monieren", sagte der LVU-Präsident. Die Folgen von Schlaglöchern, verstopften Ortsdurchfahrten, zu eng gebauten Fahrbahnen und Kreiseln, überlasteten Straßen und Dauerbaustellen: „Jede Verzögerung im Straßenverkehr kostet Zeit, führt zu Stress bei den Verkehrsteilnehmern und zu einer vermehrten Belastung von Umwelt und Anwohnern", so Braun.

Das vollständige Positionspapier (PDF) finden Sie hier.