Unternehmertag 2026: „Wirtschaft first“ muss Leitmotiv der neuen Wahlperiode sein

Die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU) fordert zum Unternehmertag 2026 einen wirtschaftspolitischen Aufbruch für Rheinland-Pfalz. Der Unternehmertag findet in einer besonderen politischen Situation statt: Der neue Landtag hat sich konstituiert, eine neue Landesregierung hat ihre Arbeit aufgenommen, und Rheinland-Pfalz steht am Beginn einer neuen Wahlperiode.

Neuwahl des Vorstands: Johannes Heger als LVU-Präsident wiedergewählt

Bei der Mitgliedversammlung wählten die Mitgliedsverbände der LVU ihren Vorstand turnusmäßig neu. Johannes Heger, Gesellschafter der Heger Gruppe aus Enkenbach-Alsenborn, wurde als Präsident wiedergewählt. Ebenfalls wiedergewählt wurde Vizepräsident Sebastian Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung des Chemieunternehmens Grace GmbH aus Worms. Neue Schatzmeisterin ist Martina Szautner, Konzernpersonalleiterin des Frankenthaler Pumpenherstellers KSB aus Frankenthal.

Dem Vorstand gehören zudem weiterhin an: Mithun Basu von der Energieversorgung Mittelrhein AG aus Koblenz, Thomas Peter Brahm von der Debeka Versicherungsgruppe aus Koblenz, Achim Haupt von der Julius Haupt GmbH aus Idar-Oberstein, Dr. Achim Hehl von der KOB GmbH aus Wolfstein, Dr. Thomas Reineke von der BASF SE aus Ludwigshafen, Axel Schramm von der Verwaltungsgesellschaft Schramm GbR aus Winnweiler, Michael Steuler von der Steuler Services GmbH & Co. KG aus Höhr-Grenzhausen sowie Thomas Weber von der Büttel GmbH aus Worms. Neu in den Vorstand gewählt wurde Sebastian Wasem, Geschäftsführer des Alzeyer Bauunternehmens Eiffage Infra-Südwest GmbH. Ruhestandsbedingt ausgeschieden sind der bisherige Schatzmeister Sándor Györy (AGO Stahlbau Neuwied GmbH), Frank Rodens (Eiffage Infra-Südwest GmbH) sowie Thomas Merfeld (BOMAG GmbH).

Mit dem neu gewählten Vorstand geht die LVU in die neue Legislatur. Leitmotiv ist dabei „Wirtschaft first“. Die LVU hatte diesen Gedanken bereits im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen formuliert. Gemeint ist damit: Wirtschaftliche Stärke ist Voraussetzung für Beschäftigung, soziale Sicherheit, Klimaschutz, Bildung, Infrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. „Rheinland-Pfalz braucht jetzt einen wirtschaftspolitischen Neustart, der in den Betrieben spürbar wird“, sagte LVU-Präsident Johannes Heger. „Wir geben der neuen Landesregierung eine faire Chance. Aber eine faire Chance heißt nicht: abwarten ohne Anspruch. Entscheidend ist, ob aus den richtigen Ansätzen des Koalitionsvertrags konkrete Wirkung entsteht.“

Öffentlicher Teil mit Ministerpräsident Schnieder und Wirtschaftsminister Ebling

Die Unternehmen erwarteten keine weitere Problembeschreibung, sondern spürbare Verbesserungen im Alltag der Betriebe: weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen, bezahlbare und planbare Energie, moderne Infrastruktur, mehr Fachkräfte und verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen. Diese Erwartungen standen auch im Mittelpunkt der öffentlichen Veranstaltung am Nachmittag. Dort diskutierte die LVU mit Ministerpräsident Gordon Schnieder, Wirtschaftsminister Michael Ebling und weiteren Gästen darüber, wie aus dem politischen Neuanfang ein wirtschaftlicher Aufbruch werden kann.

„Der Unternehmertag ist für uns ein Standortgespräch für Rheinland-Pfalz“, sagte Heger. „Die LVU wird gute Ansätze konstruktiv unterstützen. Aber wir werden auch klar benennen, worauf es jetzt ankommt: Tempo, Verlässlichkeit und spürbare Verbesserungen für die Unternehmen im Land.“