Künstliche Intelligenz als Game Changer für Schule und Wirtschaft
Wie verändert Künstliche Intelligenz Ausbildung, Unterricht und Arbeitswelt – und welche Kompetenzen brauchen junge Menschen künftig? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die gemeinsame Veranstaltung „Künstliche Intelligenz als Game Changer für Schule und Wirtschaft“ des regionalen SCHULEWIRTSCHAFT Netzwerks Altenkirchen und der Kreisverwaltung Altenkirchen, unterstützt durch die Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen.
Rund 35 Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Unternehmen, Wirtschaftskammern, der Agentur für Arbeit und der Verwaltung kamen im Wilhelm-Boden-Saal der Kreisverwaltung zusammen. Ziel war es, nicht nur über die Möglichkeiten von KI zu sprechen, sondern konkrete Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu betrachten, was die technologische Entwicklung für Bildung, Ausbildung und die regionale Arbeitswelt bedeutet.
Landrat Dr. Peter Enders ging bei der Eröffnung auf die zunehmende Bedeutung eines bewussten und kompetenten Umgangs mit Künstlicher Intelligenz ein. KI sei längst in vielen Bereichen des beruflichen und gesellschaftlichen Alltags angekommen. Umso wichtiger sei es, die damit verbundenen Veränderungen aktiv aufzugreifen und insbesondere junge Menschen darauf vorzubereiten. Schulen, Unternehmen und öffentliche Institutionen seien dabei gleichermaßen gefordert, Chancen zu nutzen, notwendige Kompetenzen zu vermitteln und zugleich einen verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie zu fördern.
Von der KI-Realität bis zum praktischen Einsatz
Dass Künstliche Intelligenz keine Zukunftsmusik mehr ist, sondern bereits heute Arbeitsprozesse verändert, zeigte Christian Imhäuser von der Bots4You GmbH aus Mudersbach. In seinem Impuls zur „KI-Realität“ gab er mit Live-Demonstrationen und konkreten Beispielen Einblicke in aktuelle Anwendungsmöglichkeiten und ging zugleich auf rechtliche Rahmenbedingungen ein.
Wie KI bereits ganz praktisch in der Verwaltung eingesetzt werden kann, verdeutlichte anschließend der Praxisbericht zum Telefonbot der Kreisverwaltung Altenkirchen. Gemeinsam mit Mitarbeitenden der Kreisverwaltung wurden Erfahrungen aus dem Echtbetrieb vorgestellt: Was funktioniert bereits gut? Wo gab es überraschende Erkenntnisse? Und welche Erfahrungen können für weitere KI-Projekte genutzt werden?
Eine weitere wichtige Perspektive brachten die beteiligten Betriebe ein. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie Auszubildende KI bereits im Berufsalltag erleben und nutzen und wie Unternehmen den Einstieg in neue KI-Anwendungen gestalten. Der Austausch machte deutlich, dass KI-Kompetenz zunehmend zu einer Querschnittskompetenz wird, die unabhängig von einzelnen Berufsbildern an Bedeutung gewinnt.
KI-Kompetenz als gemeinsame Aufgabe
Mit Blick auf die weitere Entwicklung wurden auch KI-Agenten, automatisierte Prozesse und mögliche Veränderungen von Berufsbildern thematisiert. Damit verbunden ist eine zentrale Frage für Schulen und Ausbildungsbetriebe: Auf welche Arbeitswelt müssen junge Menschen vorbereitet werden, wenn sich Tätigkeiten und Anforderungen immer schneller verändern?
Für die schulische Perspektive griff Ralf Schönbach vom SCHULEWIRTSCHAFT Netzwerk Altenkirchen das Thema „Schule, Basics & KI-Mündigkeit“ auf. Im Fokus standen Grundkompetenzen und die Frage, welche Fähigkeiten Schülerinnen und Schüler benötigen, um KI nicht nur anwenden, sondern Ergebnisse auch kritisch beurteilen und die Technologie verantwortungsvoll einsetzen zu können.
Die Veranstaltung zeigte damit vor allem eines: KI-Bildung ist keine Aufgabe, die Schule oder Wirtschaft allein lösen können. Wenn junge Menschen gut auf eine zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägte Arbeitswelt vorbereitet werden sollen, braucht es den regelmäßigen Austausch zwischen Schulen, Ausbildungsbetrieben, Kammern, Arbeitsverwaltung und öffentlicher Verwaltung.
Genau dafür bietet das SCHULEWIRTSCHAFT Netzwerk Altenkirchen eine wichtige Plattform. Die Veranstaltung setzte einen Impuls, den Dialog über KI in der Region weiterzuführen und gemeinsam daran zu arbeiten, technologische Entwicklungen mit guter Bildung, beruflicher Orientierung und den Anforderungen der regionalen Wirtschaft zu verbinden.

