Demokratie gemeinsam gestalten: SCHULEWIRTSCHAFT-Demokratietag 2026
Rund 70 Lehrkräfte kamen am 26. August 2026 auf dem Hambacher Schloss zusammen, um sich mit Demokratiebildung, gesellschaftlicher Teilhabe und der Frage zu beschäftigen, wie junge Menschen Demokratie erleben und aktiv mitgestalten können.
Der SCHULEWIRTSCHAFT-Demokratietag 2026 war eine Kooperationsveranstaltung von SCHULEWIRTSCHAFT Rheinland-Pfalz, dem Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz und der Stiftung Hambacher Schloss. Gemeinsam setzten die Partner ein Zeichen für Demokratiebildung und gesellschaftliche Verantwortung.
Nach der inhaltlichen Einführung durch Dr. Kristian Buchna, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der Stiftung Hambacher Schloss, und Dr. Marcel Böhles, Museumspädagoge der Stiftung, setzte Jan Hendrik Winter vom Ministerium für Bildung mit seinem Impuls „Demokratiegeschichte als wichtiger Bezugspunkt für (schulisches) Lernen“ einen thematischen Schwerpunkt.
Birger Hartnuß und Tatjana Kinzelbach von der Landesleitstelle Ehrenamt und Demokratie der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz stellten das Bündnis „Demokratie gewinnt!“ vor und gaben Einblicke in Möglichkeiten, demokratisches Engagement und Beteiligung zu stärken.
Unter der Moderation von Clemens Brüchert standen anschließend Austausch und Beteiligung im Mittelpunkt. In aktivierenden Formaten und World-Café-Phasen brachten die Lehrkräfte ihre Erfahrungen aus der schulischen Praxis ein und diskutierten zentrale Fragen: Welche Kompetenzen brauchen junge Menschen für eine lebendige Demokratie? Wo bieten sich im Schulalltag konkrete Gelegenheiten zum Demokratielernen? Und wie können Demokratiebildung und ökonomische Bildung miteinander verbunden werden?
Einen besonderen und eindrucksvollen Zugang zur Demokratiegeschichte eröffnete Histotainer Tino Leo mit seinem Ein-Personen-Theaterstück zur Revolution von 1848/49. Auf lebendige Weise brachte er die Ereignisse, Konflikte und Fragen dieser Zeit auf die Bühne und schlug zugleich die Brücke zur Gegenwart: Was können wir aus der Demokratiegeschichte lernen – und was bedeutet es heute, Demokratie aktiv mitzugestalten und zu verteidigen?
Begleitet wurde der Demokratietag durch Michael Geiß-Hein, der Diskussionen, Perspektiven und zentrale Erkenntnisse in einem Graphic Recording festhielt. So entstand im Laufe der Veranstaltung ein visuelles Gesamtbild, das die vielfältigen Impulse des Tages anschaulich zusammenführte.
Mit dem Hambacher Schloss, einem der bedeutendsten Orte deutscher Demokratiegeschichte, bot die Veranstaltung dafür einen besonderen historischen Rahmen. Vergangenheit, Gegenwart und die gemeinsame Verantwortung für die Zukunft der Demokratie kamen hier auf besondere Weise zusammen.
Der Demokratietag machte deutlich: Demokratiebildung braucht Wissen und Auseinandersetzung – vor allem aber Beteiligung, Selbstwirksamkeit und die Erfahrung, selbst etwas bewegen zu können.
Dafür braucht es starke Verbindungen zwischen Schule, Wirtschaft und Gesellschaft.
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden und insbesondere an die rund 70 Lehrkräfte, die mit ihren Erfahrungen, Fragen, Perspektiven und Ideen diesen Tag geprägt haben.
Im anliegenden Fotoprotokoll können Sie sich einen Eindruck von den vielfältigen Impulsen, dem intensiven Austausch und den Ergebnissen des SCHULEWIRTSCHAFT-Demokratietages 2026 verschaffen.
