Lehrkräftefortbildung „Industrieland Rheinland-Pfalz“: Industrie praxisnah erleben
Wie lässt sich die Bedeutung der Industrie für Rheinland-Pfalz für Schülerinnen und Schüler greifbar machen? Dieser Frage gingen 15 Lehrkräfte aus Rheinland-Pfalz bei der zweitägigen Lehrkräftefortbildung „Industrieland Rheinland-Pfalz“ am 8. und 9. September 2026 nach. In Kooperation mit der Polymer-Holding GmbH in Bad Sobernheim verband die Fortbildung Einblicke in die betriebliche Praxis mit konkreten Ideen und Materialien für den Unterricht.
Die Industrie bildet ein wichtiges Fundament der rheinland-pfälzischen Wirtschaft. Gleichzeitig ist sie im Alltag vieler Jugendlicher zunehmend „unsichtbar“ geworden. Produktionsprozesse, industrielle Berufsbilder und die Bedeutung von Innovation, Sozialpartnerschaft und nachhaltiger Transformation sind für Schülerinnen und Schüler häufig nur schwer unmittelbar erfahrbar.
Genau hier setzt die Lehrkräftefortbildung „Industrieland Rheinland-Pfalz“ an. Im Mittelpunkt stehen Unterrichtseinheiten, die im Rahmen des „Dialog Industrieentwicklung Rheinland-Pfalz“ entwickelt wurden. Sie unterstützen Lehrkräfte dabei, zentrale Themen der Industrie anschaulich in den Unterricht zu integrieren – von der Industriestruktur und den regionalen Besonderheiten in Rheinland-Pfalz über Berufsorientierung und Sozialpartnerschaft bis hin zu Innovation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Dass Industrie weit mehr ist als Theorie, konnten die Teilnehmenden bei der Polymer-Holding unmittelbar erleben. Zum Auftakt standen die Vorstellung des Unternehmens, Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten sowie eine Betriebsbesichtigung auf dem Programm. Anschließend lernten die Lehrkräfte die verschiedenen Unterrichtsmodule kennen und erprobten die dazugehörigen Methoden selbst – darunter den „Industriekompass Rheinland-Pfalz“, Recherchen zu regionalen Industrieunternehmen und Materialien zu den „Hidden Champions“ des Landes.
Am zweiten Tag standen unter anderem Nachhaltigkeit, Innovation und Künstliche Intelligenz, berufliche Orientierung, Tarifverhandlungen und Mitbestimmung auf dem Programm. Memo-, Simulations- und Planspiele, Fallstudien und weitere interaktive Formate ermöglichten es den Lehrkräften, die Methoden direkt aus der Perspektive ihrer Schülerinnen und Schüler zu erproben. Auch Prozessoptimierung, Produktentwicklung und Industrie 4.0 wurden aufgegriffen.
Die Lehrkräftefortbildung „Industrieland Rheinland-Pfalz“ zeigte damit ganz praktisch, wie sich Schule und Industrie miteinander verbinden lassen. Die 15 teilnehmenden Lehrkräfte nahmen neben unmittelbaren Einblicken in ein Industrieunternehmen vielfältige Materialien, Methoden und Anregungen mit, um ihren Schülerinnen und Schülern die Industrie in Rheinland-Pfalz und deren Bedeutung für Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft näherzubringen.






