Der rheinland-pfälzische Arbeitsmarkt im März 2026

  • Etwas weniger Arbeitslose
  • Seit Jahresbeginn melden Unternehmen etwas mehr Arbeitsstellen als im
    Vorjahr
  • Weniger sozialversicherungspflichtig Beschäftigte als im Vorjahr

In den letzten vier Wochen ist die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr meldeten Unternehmen etwas mehr Stellen. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag unter dem Vorjahresniveau.

Nach Angaben der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland waren im März 130 900 Frauen und Männer arbeitslos, 2 100 oder 1,6 Prozent weniger als im Februar. Im Vorjahresvergleich war ein Anstieg um 4 200 Arbeitslose (plus 3,4 Prozent) zu verzeichnen.

Die Arbeitslosenquote – berechnet auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen – lag bei 5,7 Prozent. Vor einem Monat betrug sie 5,8 Prozent und vor einem Jahr 5,5 Prozent.

„Die Arbeitslosigkeit ist zwar im Vergleich zum letzten Monat gesunken, liegt aber auf hohem Niveau. Die Anspannung am Arbeitsmarkt bleibt spürbar – weniger gemeldete Stellen und ein Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung sind deutliche Zeichen der wachsenden Unsicherheiten bei Unternehmen“, so Walter Hüther, Geschäftsführer der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im März bei 160 700 Personen. Das waren 1 400 oder 0,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Bewegungen am Arbeitsmarkt
Jeden Monat gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung: Menschen melden sich arbeitslos, andere beenden die Arbeitslosigkeit beispielsweise durch Aufnahme einer Beschäftigung.

Seit Jahresbeginn haben sich 33 200 Frauen und Männer nach einer Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies 800 Personen oder 2,6 Prozent mehr.

23 000 Personen konnten seit Jahresbeginn die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder beenden, 600 oder 2,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Seit Jahresbeginn meldeten Unternehmen 17 600 neue Arbeitsstellen, 40 Stellen oder 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt waren im März 32 200 offene Arbeitsstellen registriert, 500 oder 1,7 Prozent mehr als im Februar. Allerdings wurden im Vergleich zu März 2025 3 000 Stellen weniger gezählt (minus 8,5 Prozent). Die meisten Stellen waren in der Zeitarbeit (4 990), im Gesundheits- und Sozialwesen (4 310), im Handel (4 120), im Verarbeitenden Gewerbe (3 810) sowie im Bereich der freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (2 910) gemeldet.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag in Rheinland-Pfalz im Januar 2026 – das ist der derzeit aktuellste Datenstand – mit 1 481 900 Beschäftigten 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bezogen auf Deutschland lag die Beschäftigung 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für einen Anstieg der Beschäftigung sorgten in Rheinland-Pfalz vor allem das Gesundheitswesen (plus 2 300 auf 132 000), das Sozialwesen (plus 2 100 auf 121 300), die öffentliche Verwaltung (plus 2 400 auf 109 500), die freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (plus 1 700 auf 91 400) sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (plus 1 800 auf 53 900).

Ein Rückgang war insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe (minus 6 100 auf 300 300) und im Handel (minus 2 900 auf 200 600) erkennbar.

Konjunkturelle Kurzarbeit

Im März reichten 90 Unternehmen Anzeigen über konjunkturelle Kurzarbeit ein. Die Anzeigen bezogen sich auf 1 300 Beschäftigte. Im Februar waren es 120 Anzeigen für 1 700 Beschäftigte. Die Anzeigen für Kurzarbeit bedeuten noch nicht deren Realisierung. Zunächst geht es um eine grundsätzliche Genehmigung für die nächsten Monate. Erst nach drei Monaten kann festgestellt werden, in welchem Umfang tatsächlich kurzgearbeitet wurde. Nach den aktuellsten Hochrechnungen haben im Dezember 2025 230 Betriebe für 4 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konjunkturelle Kurzarbeit umgesetzt.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit vom 31.03.2026